Der Grundkonsens einer internationalen und interdisziplinären Ausrichtung des IHI Zittau spiegelt sich auch in den bearbeiteten Forschungsvorhaben wider. Eine gemeinsame Klammer bilden dabei die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit und Gesellschaft. Forschungsprojekte, die derzeit bearbeitet werden, befassen sich beispielsweise mit dem Einsatz von mikrobiellen Biokatalysatoren in der europäischen Papierindustrie, der Etablierung neuer umweltorientierter Studiengänge in Polen, der Ukraine, Russland und Kasachstan, mit der grenzüberschreitenden nachhaltigen Nutzung der Bergwiesen im Zittauer Gebirge und dem grenzüberschreitenden Hochwasserschutz, mit der Planung und dem Bau einer Pilotkläranlage in Kambodscha sowie mit der Nutzung der pilzlichen Biodiversität in vietnamesischen Regenwäldern. Weitere Forschungsprojekte dienen der Einführung moderner E-Learning-Konzepte an sächsischen Hochschulen, widmen sich dem Innovationsmanagement und dem internationalen Management an deutschen und osteuropäischen Hochschulen sowie spezifischen sozialwissenschaftlichen Fragestellungen, die mit der fortschreitenden Globalisierung und europäischen Einigung verbunden sind. Am Lehrstuhl für Sozialwissenschaften des IHI Zittau befinden sich Vorsitz und Geschäftsstelle des renommierten Deutschen Netzwerkes Wirtschaftsethik (DNWE), das über weit reichende Kontakte zu mittel- und osteuropäischen Partnern aus Industrie und Wissenschaft verfügt.
Träger der Forschungsprojekte am IHI Zittau sind u. a. die Europäische Union, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), der Freistaat Sachsen sowie der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Die Einwerbung von Drittmitteln ist in der heutigen Zeit eine unabdingbare Voraussetzung, um im Hochschulbereich ein hohes Niveau im Forschungssektor und damit auch in der Lehre zu gewährleisten.