Unternehmensethik im digitalen InformationszeitalterIHI Zittau, 15.-16. Oktober 2010
Die revolutionäre Durchdringung aller Handlungsebenen durch digitale Informations- und Kommunikationstechnologien und der allerorts mögliche Zugriff auf globale Datenströme haben dazu geführt, dass sich das Spektrum der Handlungsmöglichkeiten von Akteuren erheblich erweitert hat. Dabei sind nicht nur neue Typen von Unternehmen und Unternehmenskooperationen entstanden; Information ist vielmehr selbst zu einem elementaren Handelsgut geworden, das auf legalen und illegalen Märkten nachgefragt und in allen Preislagen gehandelt wird. Andererseits erodiert zunehmend das Vertrauen von Anbietern und Nachfragern in die eigene Datensicherheit. Schließlich ist auch für Unternehmen und staatliche Behörden das illegale Ausspähen von sensiblen Informationen durch in- und ausländische Hacker zu einem ernsthaften Sicherheitsproblem geworden. Es lässt sich folgerichtig ein neues Unbehagen in der Kultur des Internets feststellen, das zunehmend das individuelle Vertrauen in moderne Kommunikationstechnologien und Informationsnetzwerke und die hiermit verbundenen Märkte untergräbt. Angesichts dieser Entwicklungen und Missstände wird in der politischen Arena immer stärker um die hoheitliche Regulierung der global zirkulierenden Datenströme gestritten.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen soll im Rahmen der 5. Zittauer Gespräche zur Wirtschafts- und Unternehmensethik erörtert werden, ob und inwieweit die informationstechnologische Durchdringung wirtschaftlichen und unternehmerischen Handelns ein eigenständiges Themenfeld der Wirtschafts- und Unternehmensethik darstellen sollte.
Die
Anmeldung von Beiträgen (inkl. Vortragstitel, Abstract und Kurz-Vita)
wird erbeten bis zum 01. August 2010.
Kontakt: Dr. Eckhard Burkatzki, Internationales Hochschulinstitut Zittau, Lehrstuhl für Sozialwissenschaften,
Markt 23, 02763 Zittau, Tel. 03583 / 6127 – 75, eMail:
burkatzki@ihi-zittau.de